Die größten Smarthome-Fehler

Wie Sie die klassischen Smarthome-Fehler vermeiden

Das neue vernetzte Zuhause sorgt für gesteigerten Komfort und hebt die eigenen vier Wände in ein „Wohnen 2.0“. Sie sind noch nicht so vertraut mit der Smart-Home-Technologie und testen vernetzte Kaffeemaschine und Co. noch? Dann sollten Sie über diese typischen Anfängerfehler lesen und darüber, wie Sie diese vermeiden können.

Ein intelligentes Zuhause kann aus vielen Komponenten bestehen. Eine digitale Heizungssteuerung hilft beim Energiesparen, Lampen lassen sich terminieren und ein Türspion zeigt auf dem Smartphone an, wer sich zum Besuch ankündigt. Im Idealfall sind alle Gadgets miteinander verknüpfbar. Doch das muss ordentlich geplant sein.

Fehler Nr. 1: Mangelnde Planung des smarten Zuhauses

Nur wer weiß, was er will, kann die passende Technik anschaffen. Ein Thermostat hier, ein Sensor da und die smarte Alarmanlage an der Hauswand: Unüberlegte Anschaffungen führen dazu, dass die Systeme nicht ineinander greifen oder im schlimmsten Fall überflüssige Technik im Haus verlegt wird. Sie sollten sich also vorab überlegen, in welchem Bereich Sie aufrüsten wollen. Liegen Ihnen Entertainment-Programme am Herzen oder doch eher die Heizungssteuerung, um Kosten zu sparen. Setzen Sie einen Fokus auf das was Ihnen am wichtigsten ist, können Sie sich bei den Anbietern gezielter schlau machen.

Fehler Nr. 2: Diffuse Funkstandards

Smart Home-Geräte werden in der Regel über Funk oder WLAN angesteuert. Suboptimal läuft es, wenn Sie sich Stand-alone-Gadgets anschaffen, die sich nicht über einen gemeinsamen Standard nutzen lassen. Tipp 2 lautet daher: Entscheiden Sie sich für EINE Form der Übertragung: WLAN oder Funklösungen wie ZigBee. Daraufhin können Sie sich Vernetzungen installieren lassen, die auf dieser Basis miteinander kompatibel sind. Im intelligenten Zuhause kommunizieren die Elektrogeräte nämlich sinnvollerweise miteinander.  So kann dann ein Bewegungssensor, je nach Tages- oder Nachtzeit unterschiedliche Aktoren, also Empfänger ansteuern. Die Leuchte im Flur geht zum Beispiel an, wenn Sie sich nachts aus dem Schlafzimmer ins Bad bewegen, tagsüber registriert hingegen die Steuerung der Fenster das Sie im Haus sind und weiß deshalb, dass die Fenster zum Lüften gekippt werden dürfen.

Fehler Nr. 3: Geiz ist geil? Kauf von Billigprodukten

Günstig soll es sein, das komfortable und sichere Heim, doch Smart Home-Technik hat ihren Preis, wenn es wirklich gut sein soll. Lassen Sie daher die Finger von verlockenden günstigen Angeboten und vor allem von Spontankäufen aufgrund von Sonderangeboten. No-Name-Produkte haben sich noch nicht auf dem Markt etabliert und es wäre doch sehr ärgerlich, wenn Sie Thermostate, Steckdosen und Lampen doppelt kaufen müssten. Zudem erhalten Billigprodukte oft keine Updates mehr, werden anfällig für Datenlecks und verschwinden irgendwann möglicherweise ganz in der Versenkung. Für das smarte Zuhause bedeutet das eine wertlose Anschaffung nach kurzer Zeit. Seriöse und bekannte Hersteller hingegen halten sich an die europäischen Datenschutzrichtlinien und führen regelmäßig Firmware-Updates aus.

Fehler Nr. 4: Eigenbau statt professioneller Elektroinstallateur

„Ein Smart Home? Das kann ich doch selbst einrichten.“ Viele Menschen denken so und tüfteln selbst an vernetzten Geräten. Allerdings kann das ganz schnell auch schief gehen. Eine automatische Rollladensteuerung kann ein Experte in wenigen Stunden einwandfrei einrichten, doch baut man selbst Fehler ein, ist der Schaden im Nachhinein oft nicht so leicht auszubessern.

Sie wollen Ihr Haus umbauen? Dann können Dienstleister Sie auch über die Fördermöglichkeiten aufklären. Die Kfw-Bank bietet zum Beispiel Förderungen an, wenn sie dem Einbruchschutz dienen oder barrierefreies Wohnen ermöglichen. Diese Förderung gibt es aber nur, wenn die Installationen von einem Fachmann ausgeführt werden.

Fehler Nr. 5: Unsicheres Netzwerk

Im Smarthome gelten dieselben Prinzipien wie beim PC oder Internetzugang: die Sicherheit ist oberstes Gebot. Immer wieder gibt es Meldungen, dass Smarthome-Anlagen gehackt wurden. Das muss nicht sein und wird auch nicht funktionieren, wenn ein sicheres Netzwerk vorhanden ist. Beispielsweise kann ein getrenntes Netzwerk angelegt werden, über das nur die Smarthome-Geräte angeschlossen sind. Und immer daran denken: starke Passwörter sind das A und O.

Fazit: Smart Home bewusst planen

Schnell gekauft, schnell enttäuscht: Bei der hochwertigen Hardware sollten Sie nicht geizen und erstmal Vergleiche einholen. Unsere Berater können Sie zudem vor Anfängerfehlern bewahren und die Smarthome-Technik installieren, die Sie wirklich brauchen oder gleich einen Fachmann fragen. Wichtig ist es, dass mehrere Gadgets miteinander harmonieren und nicht für jeden Sensor eine Einzellösung entsteht. Mit der Zeit werden auch Sie zum Smart Home Profi. Wir helfen Ihnen gerne dabei.

Beitragsfoto: Pexels | George Becker