Smart Home kann CO2 einsparen

Klimaneutral im Smart Home: Weniger CO2-Emissionen mit intelligenter Technik

Ob Unternehmen oder Privathaushalte: Alle Welt will klimaneutral werden. Mit Smart-Home-Technik kann der CO2-Ausstoß, den ein Haushalt durch den Energieverbrauch ausstößt, deutlich verringert werden. Das belegt eine Studie des Ökoinstituts im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW.

Um Häuser und Wohnungen smart zu vernetzten, sind zwar genügend Steckdosen nötig, doch insgesamt reduziert sich der CO2-Effekt, beispielsweise durch Einsparungen beim Heizen. Das Ziel eines Smart Home ist unter anderem, Energie intelligent zu nutzen. Es wird geheizt, wenn der Bedarf da ist. Licht strahlt nur, wenn die Bewegungssensoren angehen. Smart-Home-Technologie steht für Energieeffizienz. Das gilt auch, wenn neben Energiesystemen auch Geräte aus dem Komfort- und Sicherheitsbereich Anwendung finden.

Laut David Schick, Referent für die digitale Energiewende bei der Verbraucherzentrale NRW, kann auch ein voll vernetztes Smart Home beim Energieverbrauch ein Plus für das Klima bringen. Allein durch die intelligente Steuerung von Jalousien, Licht und Heizung ergebe sich eine Energieeinsparung. In der Studie geht die Verbraucherzentrale von einer Reduzierung der CO2-Emissionen von 10 % aus, wenn es sich um zwei Personen in einem Einfamilienhaus handelt. In dem genannten Beispiel werden die Räume mit einer Ölheizung gewärmt.

Kompatible Geräte nutzen – das spart Energie und schont die Umwelt

Prinzipiell sollte jeder Nutzer auf kompatible Geräte und Systeme setzen. Wer zum Beispiel schon einen Echo Sprachassistenten hat, kann dazu passende Smart-Home-Anwendungen finden. Lichter können komplett über die Lösung von Philips Hue gesteuert werden – und das auch noch mit der passenden App. Einzelne Lösungen, die sich nicht miteinander verbinden lassen, sind zum einen teurer und nicht effizient. Das unterschreibt auch die Verbraucherzentrale so. Auch wer „viele Anwendungen nutze“ solle so „wenige verschiedene Systeme wie möglich“ einsetzen. Jedes Smart-Home-System hat nämlich seine eigene Steuereinheit, die Strom verbraucht. Mehrere Einheiten verbrauchen demnach zu viel Energie. Über kompatible Lösungen im gesamten Haus informieren auch unsere Experten von sena tech. Vorausschauende Planung ist das A und O. Nachrüsten kann man immer noch.

Klimafreundlich bauen mit Smart Home

Umweltfreundlich und nachhaltig bauen – das bewegt die Baubranche schon ein paar Jahre. Ob Neubauten oder zu sanierende Häuser: Smart-Home-Technik macht Wohnen moderner, digitaler und effizienter. Projekte entstehen, in denen ganze Wohnquartiere untereinander vernetzt werden. Dafür steht eine Plattform bereit, die es den Wohneinheiten ermöglicht, häuserübergreifend Solarstrom zu produzieren. Smarte Stromzähler und das Betreiben von Brandmeldern laufen ebenfalls über eine Software. Ähnliche Bauten gibt es in den Niederlanden, wo Hausboote eine smarte Siedlung bilden und sich gemeinsam die Energie zuschieben. Ist einer der Hausboot-Besitzer nicht vor Ort, gibt er Energie an die anderen ab.

Smart Home ist eine Technik, die uns in Zukunft noch klimafreundlicher leben lässt. Auch Unternehmensgebäude profitieren stark von der vernetzten Effizienz.

Die Studie der Verbraucherzentrale ist hier abrufbar.

Beitragsild von Gerd Altmann auf Pixabay